HNO-Facharzt-Praxis

Kontaktekzem

Kontaktekzem

Das Kontakt-Ekzem (auch Kontakt-Dermatitis) ist eine nicht infektiöse (nicht ansteckende) Entzündung der Haut.
Endogene Faktoren (vom Patienten selbst ausgehend) sind Alter, Geschlecht, Hautkonstitution, atopische Disposition (Atopie ) und genetische Faktoren (vererbt).
Exogene Faktoren sind die Allergenexposition und eine die Sensibilisierung fördernde Umgebung (Arbeitsplatz).
Kontaktekzeme finden sich häufig an den Händen und sind dort im Allgemeinen Zeichen einer beruflich verursachten Erkrankung.

Bei Auftreten eines Kontaktekzems sollte ein Dermatologe (Hautarzt) aufgesucht werden.

Irritativ-toxisches Kontaktekzem

Irritativ-toxische Kontaktekzeme entstehen durch die Einwirkung bestimmter, die Haut reizenden Stoffe.
Die Haut wird hierdurch zunächst rau, trocken, schuppig. Im weiteren Verlauf ist sie dann gerötet und entzündet. Die Erkrankung ist durch schmerzhafte und schlecht heilende Risse (feinste Wunden der Haut) und/ oder durch eine Verdickung der Haut gekennzeichnet.
Betroffen sind besonders die Handinnenflächen und der Handrücken.

Im HNO-Gebiet treten sehr häufig sowohl irritativ-toxische Ekzeme im Gehörgang (Gehörschutzstöpsel, Schmutzeinwirkung) -
als auch allergische Kontaktekzeme im Gehörgang (Ohrpassstück bei Hörgeräten), an der Ohrmuschel (Ohrschmuck) sowie am Übergang Ohrmuschel / Kopfhaut (Brillenbügel) auf.

allergisches Kontaktekzem

Das allergische Kontaktekzem stellt eine Erkrankung der Haut nach Sensibilisierung gegenüber einem chemischen (meist niedermolekularen), nicht primär toxischen Stoff dar. Wiederholt sich der Kontakt, so entsteht eine Hautreaktion, die sich nicht deutlich von einem irritativ-toxischem Ekzem unterscheidet (Juckreiz, Knötchen, entzündliche Rötung). Es folgen schmerzhafte Einrisse der Haut.

Kontaktallergien zählen zu den "Zell-vermittelten" Immunreaktionen vom Typ IV, sie können über einen Epikutantest (Pflastertest) nachgewiesen werden.

Oft entwickelt sich auf ein irritativ-toxisches Kontaktekzem auch noch ein allergisches Ekzem.
Die häufigsten Auslöser eines allergisch ausgelösten Kontaktekzems sind :
- Nickelsulfat (17,4%)
- Duftstoffe (13,2%)
- Perubalsam (10,4%)
- Thiomersal ( 9,1%) Konservierungsmittel
(nach IVDK, 1999)(Informationsverbund Dermatologischer Kliniken)

Die wichtigsten Ursachen für die Nickelallergie bei Frauen sind der Ohrschmuck im durchstochenen Ohrläppchen, das Body Piercing und das Tragen von nickelhaltigem Modeschmuck. Trotz Beschränkung der Nickelfreisetzung im Modeschmuck (0,5yg/cm⊃2;/Woche) hat die Bedeutung von Nickel als häufigstem Allergen nicht abgenommen.

Kontaktallergene

Eine Domäne der Dermatologen.
Kontaktallergien zählen zu den "Zell-vermittelten" Immunreaktionen vom Typ IV, sie können über einen Epikutantest (Pflastertest) nachgewiesen werden.
Die häufigsten allergischen Reaktionen bestehen hier auf Nickelsulfat (im Modeschmuck) ca. 16-17% der Bevölkerung in Deutschland. Gleiche Zahlen lassen sich auch schon bei 5-6jährigen Schulanfängern nachweisen, hier zeigt sich auch deutlich ein Zusammengang zwischen Ohrschmuck in Ohrlöchern und verstärkter Häufigkeit einer Nickelsulfat-Allergie.
An zweiter Stelle der Kontaktallergien steht die Allergie gegen Duftstoffe (10-12%).

allerg. Kontaktekzeme, die häufigsten Allergene

Aufstellung der häufigsten Allergene

als Auslöser eines allerg. Kontaktekzems

Kontaktallergien